Schutzkleidung
Die Fechtkleidung, die heutzutage beim Sportfechten getragen wird, dient dem Schutz der Fechter. Sie besteht aus sehr fester Baumwolle, Nylon oder Kevlar. Es gibt folgende Kleidungsstücke, die festen Sicherheitsnormen unterliegen:
- Fechtmaske mit dichtem Drahtgitter aus V4A-Stahl oder Plexiglas und zusätzlichem
- Halsschutz; Säbelfechter tragen eine elektrisch leitfähige Maske
- Fechtjacke mit Fixierung zwischen den Beinen; unterschiedliche Modelle für Links- beziehungsweise Rechtsfechter
- Unterziehweste ("Plastron") aus stichsicherem Material, um einen zusätzlichen Schutz auf der Waffenseite zu haben
- Brustschutz für Frauen
- Fechthose bis über die Knie, gehalten von Hosenträgern
- (optionaler) Tiefschutz (Suspensorium) für Männer
- Handschuh mit Handrückenpolsterung zum Schutz gegen Stiche in den Ärmel
- Kniestrümpfe
- zusätzlich gibt es für Florett- und Säbelfechter noch eine Elektroweste (kein Schutz, sondern notwendige Ausrüstung zur Trefferbeurteilung).
Nicht nur die Kleidung trägt zur Sicherheit der Fechter bei, sondern auch die Waffen an sich. Die Klingen werden so hergestellt, dass sie beim Abbrechen stumpf brechen. Die abgestumpfte Klinge kann dann kein Material aufbohren oder das Maskengitter auseinander schieben. Vorherrschendes Material ist Maraging, es gibt aber mittlerweile auch eine Reihe anderer ähnlicher Materialien. Klingen die von der FIE zugelassen wurden, tragen das Siegel der FIE.
Traditionell ist die Fechtkleidung weiß, um es dem Schiedsrichter zu erleichtern, Treffer zu erkennen. Fechtmeister tragen üblicherweise schwarz. Seit neuem erlauben die offiziellen FIE-Regeln bunte Fechtkleidung.
Trotz der sehr strengen Schutzbestimmung kann eine tödliche Verletzung nicht ausgeschlossen werden. Die Waffenhand und die Schienbeine sind die am schlechtesten geschützten Teile bei einem Fechter, es kommt immer wieder zu Verletzungen.

