Transparente Fechtmasken 1

Leipzig regt zu Überlegungen an

Am Rande der Weltmeisterschaften in Leipzig fanden auch Gespräche des
Vorstandes der FIE (Internationaler Fechtverband) statt.
Es wurde besprochen, wie man das Sportfechten für die breite Öffentlichkeit
interessanter gestallten kann.

Eine Überlegung ist, beim Florettfechten wieder auf eine kürzere Trefferzeit
zu gehen. Dies hätte den Vorteil, dass ein temporeicheres Fechten gegenüber
den meisten Einzelgefechten bei der vergangenen Weltmeisterschaft möglich ist.
Es sind dann auch wieder die so genannten "Bingos" möglich.
Allerdings wäre das mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden,da erst vor
geraumer Zeit die Trefferanzeige-Geräte auf die längere Zeit umgerüstet wurden.

Festgelegt wurde des weiteren, dass ab der Altersklasse Aktive bei Weltcups,
Europameisterschaften,Weltmeisterschaften und der Olympiade, nur noch Masken
mit Plexiglas-Visier zuzulassen.
Auch dadurch soll unser Sport mehr in den Vordergrund gehoben werden.
„Man kann die Konzentration und Anspannung in den Gesichtern der Sportler
besser mitbekommen.“
Diese Transparents wird schon seit mehreren Jahren von den Medien gefordert.

Mathias Borchert


Vorbehalte gegen Masken mit Sichtfenster

Nach den Weltmeisterschaften von Leipzig steht bei den Fechtern nun ein Duell zwischen Athleten und dem Weltverband FIE bevor: Die Degen- und Florettfechter fürchten um ihre Sicherheit auf der Planche. (rr/Si)

In der neuen Saison sollen nach FIE-Anweisung bei den wichtigsten Weltcupturnieren sowie bei den WM auch die Degen- und Florettfechter Masken mit einem Sichtfenster aus Plexiglas tragen müssen. Bislang ist diese Art von Maske nur bei den Säbel-Spezialisten vorgeschrieben.

Da im Florett und Degen jedoch der gesamte Kopfschutz Trefferfläche ist, und der Übergang vom Plexiglas-Fenster zum Stahl-Gitternetz der übrigen Maske als Schwachstelle gilt, sind die Athleten beunruhigt.

Attraktivere TV-Bilder?

«Wenn dann jemand tot auf der Bahn liegt, schaut wieder die ganze Welt hin. Und das ist nicht die Art, mit der wir auf unsere Sportart aufmerksam machen wollen», meint die deutsche Degen-Weltcupsiegerin Imke Duplitzer.

FIE-Präsident René Roch will die Maske mit Plexiglas-Fenster nun mit Verweis auf angeblich attraktivere TV-Bilder durchsetzen.

Neben den Sicherheitsbedenken führen die Kritiker auch andere Argumente auf: Statt bislang 120 kostet die neue Maske 300 Euro.

Quelle: www.news.ch